Borderline

Borderline Störung

Bei der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung oder auch Borderline Störung kommt es zu Störungen im Stimmungserleben. Schon kleine emotionale Reize können zu großen emotionalen Ausbrüchen führen. Die Besonderheit hierbei ist, dass diese hocherregte Stimmungslage bei Borderline Patienten unverhältnismäßig lange anhält.

Typischerweise tritt diese Störung beim jungen Menschen auf. Die ersten Symptome kommen meistens schon im Kindesalter vor. Das Vollbild der Borderline - Störung zeigt sich dann typischerweise nach der Pubertät. Im höheren Lebensalter nehmen Studien zufolge die Symptome der Störung deutlich ab.

Ca. 75% aller Borderline - Patienten sind Frauen. Es muss hierbei jedoch beachtet werden, dass Männer mit einer solchen Störung in vielen Fällen aufgrund von hohem aggressiven Potential nicht in Behandlung sind, sondern oft mit dem Gesetz in Konflikt kommen und nicht selten in Strafvollzugsanstalten einsitzen.

Die typische Symptomatik bei der Borderline Störung ist durch folgende Klinik gekennzeichnet:

  1. Nichtbeachtung des eigenen Erlebens
  2. Erhöhte Angreifbarkeit im Gefühlserleben
  3. Ausblenden von Gefühlsreaktionen
  4. Blenden (Pseudokompetenz)
  5. Unzureichende Möglichkeiten zur Problemlösung
  6. Impulsivität
  7. Schwarz-Weiß-Denken
  8. Dissoziationen
  9. Aktive Passivität (Kommunikation durch Demonstration)
  10. Selbstverletzendes Verhalten

Die Störung geht in vielen Fällen mit anderen psychischen Krankheiten und Störungen einher. Fast alle Borderline-Patienten erkranken im Laufe ihres Lebens an einer zusätzlichen Angststörung und/oder an einer Depression. Auch kommt es in nahezu 50% der Fälle zu Essstörungen und Entwicklung von Suchtverhalten.

Die Therapie der Borderline Störung erfolgt heutzutage idealerweise mittels der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT). Weitere Informationen zur finden Sie unter: Borderline.

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